Württembergische Meisterschaften – die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft

Für die Neidlinger Schützen hieß es wieder ab Mitte Juni sich möglichst gut bei den Württembergischen Meisterschaften zu platzieren, um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in München zu ergattern.
Wie im Vorjahr gelangen das erneut den Schützen Julia Pfeifer, Max Braun und Heiko Pokorny. Herzlichen Glückwunsch an alle drei!
Den Auftakt machten wie gewöhnlich die Luftgewehr-Disziplinen. Hier waren in der Disziplin Luftgewehr Stehend Heiko, Julia, Emelie Braun und Matthias Braun am Start. Bei Heiko und Matthias lief es jeweils alles andere als rund. Während Matthias eher auf die Qualifikation für München im KK-Bereich schielte, wurde er im Luftgewehr unter Wert geschlagen. Mit 382 Ringen war er nur minimal schlechter als im Vorjahr, doch hatte er sehr viele knappe Neuner zu verzeichnen – das war echt ärgerlich. Ähnlich lief es bei Heiko. Als Neuntem in der Herrenklasse 3 fehlten ihm mit 378 Ringen nur vier Ringe auf den Titel, die er im Normalfall locker in der Lage ist zu schießen, aber wenn es nicht klappen soll, dann klappt es einfach nicht.
Ebenfalls nicht vom Glück verfolgt war Julia. Sie zeigte zwar die beste Leistung aller Neidlinger mit dem Luftgewehr (386 Ringe), doch auch sie war mit einem undankbaren vierten Platz nicht so richtig glücklich. Emelie konnte allerdings ohne Training mit 373 Ringen und einem 20. Platz ganz gut leben.
Im Kleinkaliber 100 Meter war es für Julia noch knapper als mit dem Luftgewehr. Hier erzielte sie ein super Ergebnis von 294 Ringen und lag Ringgleich mit dem drittplatzierten. Jedoch hatte dieser die bessere letzte 10-Schuss-Serie erzielt, sodass Julia erneut nur der undankbare vierte Platz blieb.
Auch ziemlich gut lief es bei Julian Hitzer in dieser Disziplin. Mit 290 Ringen wurde er guter 14. Leider verpasste er mit diesem Ergebnis um die Winzigkeit von einem Ring die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Damit ging es ihm wie Matthias vor Jahresfrist – sowas ist echt ärgerlich! Für Matthias lief es als Kreismeister und dritter der Bezirksmeisterschaften von Anfang an nicht gut. Zwar erzielte er mit 289 Ringen ein nur minimal schlechteres Ergebnis als Julian, doch für ihn war das ausgegebene Ziel ganz klar eine Teilnahme in München. Gemeinsam mit Philipp Wagner platzierten sich Julian und Matthias auf einem guten 5. Platz der Mannschaftswertung.
Für Matthias blieb dann noch die Chance in der Disziplin KK 50 Meter. Hier hatte er als Bezirksmeister vielleicht die größten Hoffnungen. Doch auch hier war ihm das Glück nicht holt. Er erwischte einen gebrauchten Tag und erzielte lediglich 267 Ringe (21. Platz). Umso ärgerlicher war, dass er mit seinem Ergebnis der Bezirksmeisterschaft (282 Ringe) nicht nur die Qualifikation erreicht hätte, sondern nebenbei auch noch württembergischer Meister geworden wäre und ebenfalls einen neuen Landesrekord aufgestellt hätte.
Wiederrum unglücklich konnte Julia mit einem weiteren vierten Platz sein. Mit 272 Ringen verpasste sie erneut denkbar knapp um einen Ring das Podest im KK 50 Meter. Ein solches Pech ist vor allem bei Jungschützen sehr ärgerlich, aber es verdeutlicht nochmal die hohe Leistungsdichte in diesem Bereich.
Heiko war zu seinem Luftgewehrstart noch im KK-Liegend 60 Schuss aktiv. Sein Wettkampfverlauf eignete sich allerdings nicht als Vorbild für die Jugend. Nach nicht mal 40 Schuss brach er seinen Wettkampf enttäuscht ab. Es lief wohl nicht besonders gut bei ihm. Allerdings lehrt man der Jugend schon von Grund an, dass man niemals einen Wettkampf einfach so herschenkt – egal wie gut oder schlecht es läuft! In diesem Fall taugte Heiko ausnahmsweise nicht als Vorbild.
Ebenfalls im KK-Liegend-Bereich war Max mit seiner Mannschaft am Start. Im einzigen Start für seinen Heimatverein holte er sich mit 598 von 600 möglichen Ringen den Meistertitel vor seinem Teamkollegen Colin Fix. Gemeinsam mit Dennis Neyer gewannen sie folglich auch die Mannschaftswertung in der Junioren Klasse 1.

Mit zwei württembergischen Meistertiteln, einem zweiten Platz und drei vierten Plätzen war die Neidlinger Ausbeute in diesem Jahr überschaubar. Dennoch gibt es für die Neidlinger wieder drei Schützen, die sie bei den Deutschen Meisterschaften – ab Ende August in München – anfeuern können. Herzlichen Glückwunsch nochmals an Julia, Heiko und Max und bereits jetzt „Gut Schuss“!

Hier alle Ergebnisse im Überblick:

Luftgewehr stehend – Herrenklasse III
9. Platz Heiko Pokorny                                  378 Ringe

Luftgewehr stehend – Herrenklasse I
38.   Platz Matthias Braun                             382 Ringe

Luftgewehr stehend – Juniorenklasse II
4. Platz Julia Pfeifer                                       386 Ringe
20. Platz Emelie Braun                                  373 Ringe

KK liegend 60 Schuss – Herrenklasse III
53. Platz Heiko Pokorny                                 359 Ringe          

KK liegend 60 Schuss – Junioren Klasse I
1. Max Braun                                                   598 Ringe
2. Colin Fix                                                       592 Ringe
4. Dennis Neyer                                               582 Ringe          

KK 100 Meter 30 Schuss – Herrenklasse I
4. Platz Julia Pfeifer                                       294 Ringe
14. Platz Julian Hitzer                                    290 Ringe
20. Platz Matthias Braun                               289 Ringe
53. Platz Philipp Wagner                               281 Ringe

KK 50 Meter 30 Schuss – Herrenklasse I
21. Platz Matthias Braun                              267 Ringe

KK 50 Meter 30 Schuss – Juniorenklasse I
4. Platz Julia Pfeifer                                      272 Ringe

 

Matthias Braun

 

Jahresausflug ins Kleinwalsertal – Besuch der Union-Schützengilde Kleinwalsertal

Vom 17. bis 19. Mai führte es den Schützenverein zum Jahresausflug ins Kleinwalsertal. Dort besuchten die Neidlinger Schützen u. a. die Kameraden der Union-Schützengilde Kleinwalsertal. Hier kam der Kontakt über die Verwandtschaft des dortigen Schützenmeisters nach Neidlingen zu Stande.
Doch auch neben diesem Treffen gab es für die Neidlinger im Kleinwalsertal einiges zu erleben.
Die Ausflügler starteten am Freitagnachmittag und ließen den Abend bei einem Drei-Gänge-Menü im Hotel in Hirschegg gemütlich ausklingen. Am Morgen des Samstags brach die rund 20-köpfige Gruppe schon früh in Richtung „Breitachklamm“ auf.

Durch diese enge Schlucht drängte sich der Fluss „Breitach“ in spektakulärer Weise. Ein ums andere Mal konnten dabei sehr beeindruckende Bilder geknipst werden. Zum Mittagessen ging es wieder zurück ins Hotel, bevor am Nachmittag eine Führung an der Skiflugschanze in Oberstdorf stattfand. Die „Heini-Klopfer-Skiflugschanze“ ist eine vor nur fünf Flugschanzen auf der ganzen Welt, auf der die Skispringer bis zu 240 Meter fliegen können. Während der Führung lernten die Teilnehmer so einiges wissenswertes über die Schanze und das Skifliegen. Beeindruckend war natürlich auch die Besichtigung des freistehenden Schanzenkopfes, der eine super schöne Aussicht auf die Allgäuer Bergwelt und den nahegelegenen „Freibergsee“ bot.

Zum Abend hin war dann das Treffen mit den Schützenkameraden aus dem Kleinwalsertal angesetzt. Die Neidlinger wurden freundlich mit einem zünftigen Abendessen empfangen. Gegen später wurde noch ein kleiner „Spaßwettkampf“ ausgetragen. Dabei wurden immer Teams mit vier Schützen gebildet, die gegeneinander antraten. Das ungewöhnliche war für die Neidlinger dabei, dass sie auflegen durften. In Österreich gab es nämlich eine Disziplin, bei dem man den Ellbogen auflegen durfte. In diesem ungewohnten Modus verloren die Neidlinger zumeist ihre Duelle - einzig das Team um Vorstand Kurt und Matthias Braun konnte die Ehre der Neidlinger Schützen mit einem Sieg hochhalten. Ebenfalls erwähnenswert war das Bestergebnis des Abends, das Julia Pfeifer erzielte.
Doch vordergründig ging es hierbei darum, Spaß zu haben. Als Gastgeschenk brachten die Neidlinger übrigens Spezialitäten aus dem Lindachtal mit. So wurde das mitgebrachte Destillat und der schwäbische Whiskey noch am selben Abend von den Kleinwalsertalern verköstigt.
Auch am Sonntag hieß es nochmal früh aufstehen. Eine Wanderung führte die Ausflugsgruppe etwas oberhalb des Kleinwalsertals mit guter Aussicht in Richtung Mittelberg. Da die Bergfahrt mit der Walmendingerhorn-Bahn im Hotelpreis mitinbegriffen war, nahm man auch diese Möglichkeit gerne wahr. Dort oben herrschten allerdings noch tief winterliche Bedingungen.

Gegen 15 Uhr trat die Gruppe wieder die Heimreise an. In Ofterschwang wurde allerdings noch ein kleiner Zwischenstopp eingelegt. Hier stand noch eine Käsereiführung auf dem Programm. Hier erhielten die Teilnehmer interessante Hintergrundinformation zur Käseherstellung im Allgäu und nahmen die Möglichkeit noch vor Ort einkaufen zu können gerne wahr.
Der Abschluss des diesjährigen Ausflugs fand dann traditionell im Neidlinger Schützenhaus statt.

Max Braun gewinnt als Junior den internationalen Wettkampf der Erwachsenen in Pilsen

Anfang Mai reiste Max Braun erneut nach Pilsen (Tschechien) um beim dortigen Grand Prix der Sportschützen teilzunehmen.
Gleich im ersten Wettkampf zeigte er eine hervorragende Leistung und gewann in der Disziplin Kleinkaliber Liegend 60 Schuss den Wettkampf. Bemerkenswert dabei: Als Junior durfte Max – dank seiner starken Leistungen der letzten Monate – schon bei den Erwachsenen starten. Mit sehr konstanten sechs 10-Schuss-Serien (alle auf Zehntelwertung) auf hohem Niveau lag er von Beginn an in Front und gab seine Führung auch nicht mehr ab. Am Ende aller 60 Schuss standen für Max 630,6 Ringe zu Buche. Dieses Ergebnis war gleichbedeutend mit dem inoffiziellen Weltrekord eines Junior in dieser Disziplin. Inoffiziell aus dem Grund, weil der Grand Prix in Pilsen zwar international besetzt, aber nicht von der ISSF (International Shooting Sport Federation) ausgerichtet wird. Auch wenn der Weltrekord nicht offiziell war, den Sieg bei den Erwachsenen konnte Max niemand nehmen. Herzlichen Glückwunsch!

Nach diesem Sieg standen für ihn noch zwei weitere Wettkämpfe an. Als zweites war er auch im Kleinkaliber 3x40 Schuss am Start. Auch hier war Max rekordverdächtig unterwegs. So schoss er z. B. einen neuen (inoffiziellen) Deutschen-Junioren-Rekord. Mit diesem guten Ergebnis von 1173 Ringen verpasste er als Vorkampf-Neunt-Platzierter nur ganz knapp das Finale der besten acht Schützen. Knapp war es dabei sprichwörtlich, denn auf den Achten fehlten ihm nach 120 Schuss gerade Mal die Winzigkeit von einem Ring. Doch für Enttäuschung war keine Zeit. Bereits am nächsten Tag stand der dritte Wettkampf für Max an. Zum Abschluss dieses Mal mit dem Luftgewehr. Im Stehend-Anschlag hieß es erneut 60 Schuss auf Zehntelwertung abzugeben. Erneut zeigte er mit 625,6 Ringen einen guten Wettkampf. Am Ende sollte es für Platz 12 reichen.

Die Reise ins tschechische Pilsen war für Max also einmal mehr sehr lohnenswert. Herzlichen Glückwunsch zur Feuertaufe bei den Erwachsenen!

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Die Ergebnisse stehen fest. Der Schützenverein Neidlingen dankt allen Teilnehmern und Sponsoren!

 

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